Ein Tag Glück mit Kinder einer Asylunterkunft

Eine Zusammenarbeit mit der Caritas Fürstenfeldbruck

Im November 2018 durfte ich zusammen mit der Caritas Fürstenfeldbruck einen Raum in einem Flüchtlingsheim für Kinder gestalten. Es war ein alter Büroraum, grau und überhaupt nicht schön für Kinder. Mein Konzept lautete “das Glück verbindet”.

Dahinter verbargt sich das Bild, dass wir alle wie Bäume sind, die stetig wachsen – jeder mit seinen eigenen Verletzungen und Erlebnissen.
Jeder allerdings jederzeit selbst entscheiden, welcher Baum er in der Zukunft sein möchte.
Positives Mindset beginnt auch bei den Kleinen. Wir haben den Raum neu gestaltet und die vielen bunten Bäume entstehen lassen. Natürlich inklusive Zukunftsvisionen. „Welcher Baum möchtest Du sein?“ Von Ärztin bis Profifussballer war alles dabei. Ich habe jedem einzelnen Kind am Ende noch gezeigt, wie es seinem Zukunftsbaum etwas Magie geben kann, indem es etwas Glitzer in die Baumkronen streuen darf. Mit den Worten: „ich kann alles schaffen, was ich will!“
Was ich nicht erwartet hatte, war die Reaktion der Kinder auf diesen Satz!

Ich kann alles schaffen, was ich will!

Das war wie ein Türöffner, so das die Kinder ohne meine Aufforderung, am Ende im Chor gerufen haben “ich kann alles schaffen, was ich will”!
Was für eine Affirmation!
Ein paar Tage später haben die Kinder den Raum wieder betreten und alle liefen sofort zu ihren Bildern und riefen „ich kann alles schaffen, was ich will!“.
Malen mag für viele einfach nur Malen sein, doch die Kraft der Bilder ist nicht zu unterschätzen!

6 Monate später

Nach sechs Monaten hatte ich vor ein paar Wochen das Vergnügen, im selben Haus wieder zu kommen. Die Kinder erkannten mich sofort und liefen mit den gleichen Worten auf mich zu.
Es braucht manchmal nicht viel, um neue Gedanken Realität werden zu lassen!

Das Projekt kam sogar in die Zeitung: Wochenanzeiger München

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„Kürzlich ging es in der Asylbewerberunterkunft in Germering bunt zu. Ein Raum für die Kinder sollte neu gestaltet werden – ein Raum zum Lernen, Spielen und einfach Kind sein. Dazu musste Farbe her – und zwar ziemlich viel davon. Dank der großzügigen Spenden für den Helferkreis Germering konnte dieses Anliegen verwirklicht werden. Gemeinsam mit den Helfern des Helferkreises startete Claudia Lercher, Ehrenamtskoordinatorin des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck, ein Malprojekt mit Künstlerin Anja Plattner.

MALEN UND KRAFT SCHÖPFEN

Einen ganzen Vormittag lang konnten die Kinder der Gemeinschaftsunterkunft mit großer Freude und Begeisterung mit den verschiedensten Farben experimentieren und ihre Kreativität ausleben. Am Ende hatte jedes Kind einen ganz eigenen Kraftbaum erschaffen, in dem alle Träume und Zukunftswünsche verbildlicht wurden. Mithilfe des motivierenden Coachings von Anja Plattner sollen die Kinder auch in Zukunft noch viel Kraft aus ihren Bildern schöpfen können. Viele helfende Hände konnten dazu beitragen, den Kindern der Gemeinschaftsunterkunft einen unvergesslichen Tag zu bescheren und den Kindern einen Raum zu schaffen, wo sie auch in Zukunft ihre Buntheit und Vielheit ausleben können.“
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Wie kam es zu dieser Idee?

Genau vor einem Jahr habe ich mir überlegt, dass ich krebskranken Kindern gerne einen bunten Workshop spenden möchte für die innere Kraft, denn die können die kleinen Mäuse wirklich brauchen. Natürlich hatte ich Angst, denn ich hatte mit kranken Kindern noch keine Erfahrung. Ich habe ein Konzept erstellt und es abgeschickt. Das AKM war sehr happy und im Sommer 2018 hat es dann tatsächlich geklappt. Der Workshop war wunderschön und ein Highlight meines Jahres. Natürlich waren meine Ängste völlig unbegründet.
Die Caritas hat sich dann aufgrund des AKM Workshops gemeldet, weil sie für ein Flüchtlingsheim einen grauen Büroraum für Kinder gestalten wollen und ob ich ihnen nicht ein Konzept erstellen könne.

Das Glück und das Geben:

Ich schreibe das, weil jede einzelne Handlung aus dem Herzen – auch das Spenden – einen Impact hat, dessen Ausmaße wir gar nicht überblicken können.

Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben!

Andre Gide.
Workshops mit Kindern

Höre also nicht auf Ängste oder Sorgen wie „ich hab selbst kaum Geld“ oder „ich kann mir das nicht leisten“ oder „ich habe keine Zeit“.
Ich bin so dankbar, dass ich die Idee vor einem Jahr auch umgesetzt habe und allen ABERS nicht zugehört hab. Es hat meinen Horizont und mein Herz so geweitet!
Ich kann Dir also nur empfehlen, höre auf Dein Herz!
Es weiß, was richtig ist!

Deine Anja