Heldinnen-Geschichte von A. „von den Bewertungen anderer distanzieren lernen“

Das Bild wirkt nach und die Neugier meines Umfeldes Zuhause ist doch recht groß. Die Reaktionen schwanken zwischen „hey das hat ja was“ bis zu „hmm…aha…naja das eine Augenpaar ist ja ganz gut geworden das andere sieht aber komisch aus“. Mein erster Impuls war, das Bild gar niemandem zu zeigen, weil ich mich dem ganzen Bewerten nichts aussetzen will…das hat sich echt nicht gut angefühlt und mir teilweise das Gefühl gegeben, dass so ein Geschmiere nicht in einen Rahmen gehört. Also ab ins Schlafzimmer damit…da siehts keiner außer mir. Aber dort gehört es nicht hin. Und ich mag es und ich schaue es gerne an. Also wieder ab ins Wohnzimmer. Dort steht es jetzt und ich halte mich an dem Gedanken fest, dass die anderen gerne bis zum Schwarzwerden bewerten können und es mir doch geschmeidig am Arsch vorbeigehen kann. Mir gefällt sogar das Neonpink besonders gut…JA das ist das Salz in dieser Suppe. Dein Beistandstiming war perfekt und deine Art, Fragen zu stellen, hat mich selbst dahin finden lassen. Das macht es mir jetzt leichter, das Bild weiterhin anzunehmen und nicht pausenlos darüber nachzudenken, was ich hätte besser machen müssen/können/sollen.

Ich hatte einen kurzen heftigen Tiefpunkt, als Du mir bewusst gemacht hast, dass ich da gerade meine Angst vor Beziehung male. Und ich diese Augen sah und plötzlich wusste, warum das keine Tigeraugen geworden sind. Denn ich kenne diese Augen. Oh Mann.