Heldinnen-Geschichte von A: „Ich habe verstanden, dass alle Gefühle wichtig sind!“

Ich bin A., ich habe gerade meine Ausbildung im Schulfach Glück bei Deinen Kollegen abgeschlossen. Eine Freundin von mir aus  einem anderen Kurs, (die Geschichte der L.) , hat mir bei einem Telefonat vor kurzem ganz  begeistert von deiner Internetseite und deinem Blog erzählt, so bin ich darauf gestoßen. 

Die Ausbildung im Schulfach Glück hat bei mir viele Themen erneut oder auf ganz andere Art und Weise als in der Vergangenheit angestoßen, sodass ich zur Zeit vor allem mit einem Prozess beschäftigt bin: meine verletzten und oft unangenehmen Gefühle zulassen, mich Schritt für Schritt mit dem Versöhnen, was war und erkennen, dass, auch wenn vieles noch so schwer war, in meinem „Wald der Stärken“ ganz viel gewachsen ist und dass jede Erfahrung mit ihren unterschiedlichen farblichen Facetten darin ihren Sinn hatte und hat. In der Realität ist dieser Prozess für mich schmerzhaft und fühlt sich noch nicht nach „Glück“ an, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Du hast auf deinem Blog viele wunderschöne Texte (überhaupt mag ich deine Sprache sehr) und unter anderem das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Als ich es letzte Woche gelesen habe, hat es mich sehr berührt und ermutigt, denn ich fühle mich oft traurig, weiß, dass es völlig ok ist und es fällt mir gleichzeitig schwer, dieses Gefühl für einen Moment anzunehmen, so wie es ist und dem Impuls, mich auch mal zurückzuziehen und der Trauer und ihren Worten Ausdruck zu verleihen, zu folgen. Das liegt auch daran, dass zumindest in meinem Aufwachsen das Sprechen über Gefühle und Bedürfnisse keinen Raum hatte, sodass ich es mehr und mehr lerne wie eine neue Sprache – ein Heilungsprozess, der mich immer wieder aufs neue total berührt, weil er mir so ganz neue Welten im Innen und Außen eröffnet. 

Wenn ich so an meine Erfahrung, die Ausbildung und den Unterricht im Schulfach Glück denke, dann ist es mir vor allem wichtig, Menschen zu vermitteln, dass alle Gefühle, die angenehmen und die unangenehmen ihre Funktion für uns haben und es so so wichtig ist, Sprach- und Ausdrucksfähigkeit über Gefühle und Bedürfnisse zu erlernen, da dies zumindest in meinen Augen ein ganz wichtiger Teil auf dem Weg zu mehr Verantwortung für das eigene Wohlbefinden ist.